„Trotz meiner Taubheit kann ich heute, dank moderner Innenohr-Implantate, wieder hören“


Dank CIs kann Irmhild nicht nur wieder hören sondern auch das Leben wieder genießen © Irmhild Ohngemach

Dass Hörverlust nicht nur alte Menschen betrifft, zeigt die Geschichte von Irmhild Ohngemach. Mit dreißig Jahren erhält die junge Frau die Diagnose Hörverlust und ertaubt in den Folgejahren nahezu vollständig. Ihre Erkrankung war ein schleichender Prozess, den sie zunächst selbst gar nicht bemerkte. Doch mit zunehmender Verschlechterung ihres Gehörs wird nicht nur das Hören sondern das alltägliche Leben selbst für die Allgemeinmedizinerin zur Herausforderung. Erst durch moderne Hörimplantate findet sie den Weg zurück zum Hören und ins Leben.

Dass Irmhild Ohngemach immer schlechter hörte, haben am Anfang vor allem ihre Freunde und ihre Familie bemerkt. „Auf ihr Drängen hin, ging ich zum HNO-Arzt, der den Hörverlust bestätigte“, erinnert sich die damals 30-Jährige an ihren beginnenden Hörverlust zurück. Ihre Schwerhörigkeit wurde zunächst mit Hörgeräten behandelt. Doch ihr zunehmend schlechter werdendes Gehör sowie ein beidseitiger Tinnitus führten bald dazu, dass die konventionellen Hörhilfen nicht mehr ausreichend halfen. Ein weiterer Hörtest bei ihrem HNO-Arzt zeigte, dass Irmhild mit 48 Jahren und einem Hörverlust von 98 Prozent nahezu taub war. „Mir selbst war dieser enorme Hörverlust gar nicht so bewusst gewesen, da ich inzwischen perfekt eingeübt hatte, von den Lippen abzulesen“, berichtet die promovierte Allgemeinmedizinerin.

Doch die Tragweite ihres Hörverlustes machte sich schnell bemerkbar. Ihren Beruf als Ärztin konnte Irmhild aufgrund ihres geminderten Hörvermögens bald nicht mehr ausüben, denn alltägliche Tätigkeiten, wie etwa das Abhören eines Patienten mit dem Stethoskop, waren für sie nicht mehr möglich. „Ich war am Boden zerstört. Die Hörkrise stürzte mich in eine tiefe Lebenskrise“, erzählt die Calwerin ganz offen von den Folgen ihrer Erkrankung. „Mein Mann war mir in dieser Zeit eine große Stütze. Er hat sich stets für mich eingesetzt und mich immer wieder ermutigt. Ohne ihn hätte ich das Ganze sicher nicht überstanden“, so Irmhild weiter. Er war es auch, der für seine Frau schließlich eine Selbsthilfegruppe in Tübingen ausfindig machte. Hier traf die ehrenamtliche Mitarbeiterin für Gottesdienste nicht nur auf Leidensgenossen, sondern vor allem auf Menschen, die dank eines Cochlea Implantats wieder hören konnten. „Mein HNO-Arzt hatte mich bereits auf die CIs als Möglichkeit zur Behandlung meines Hörverlustes aufmerksam gemacht. Doch erst der Kontakt zu Betroffenen und ihrem guten Hörvermögen, ermutigten mich diesen Schritt ebenfalls zu wagen.“

Im November 2012 war es soweit: Am Uniklinikum Tübingen wurde zunächst Irmhilds rechtes Ohr mit einem CI versorgt, 2015 folgte die Implantation auf dem linken Ohr. Seitdem hat sich für die willensstarke Frau vieles verändert, denn mit dem Hörvermögen kam auch die Lebensfreude zurück – und das spürten auch die Menschen in ihrer Umgebung: „Ein Kollege meinte zu mir, ich sei ein ganz neuer Mensch geworden. So fröhlich wie jetzt habe er mich noch nie erlebt.“

Heute arbeitet Irmhild als ärztliche Osteopathin in ihrer eigenen Praxis. Ihre CIs helfen ihr im Alltag sehr: „Im Arzt-Patienten Gespräch fällt meine Hörbehinderung gar nicht mehr auf. Ich kann meine Patienten sogar verstehen, wenn sie sich zur Behandlung gerade entkleiden und mich nicht direkt ansehen“, so die 54-Jährige stolz. „Mittlerweile zeigen meine Tests sogar, dass mein Hörvermögen bei 95 Prozent liegt. Das ist so toll!“

Auch wenn ein paar Dinge, wie etwa das Telefonieren und Richtungshören, noch nicht perfekt funktionieren, möchte Irmhild ihre Implantate nicht missen. „Ich kann anderen in meiner Situation nur eines raten: Einfach machen, auch wenn es zunächst nicht schön ist, das wird! Ich habe auf großen Strecken das ganz normale Leben wieder.“

Stand: November 2018

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Über MED-EL

MED-EL Medical Electronics, führender Hersteller von implantierbaren Hörlösungen, hat es sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, Hörverlust als Kommunikationsbarriere zu überwinden. Das österreichische Familienunternehmen wurde von den Branchenpionieren Ingeborg und Erwin Hochmair gegründet, deren richtungsweisende Forschung zur Entwicklung des ersten mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) führte, das 1977 implantiert wurde und die Basis für das moderne CI von heute bildet. Damit war der Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen gelegt, das 1990 die ersten Mitarbeiter aufnahm. Heute beschäftigt MED-EL weltweit mehr als 2.400 Personen aus rund 80 Nationen in 30 Niederlassungen. Das Unternehmen bietet die größte Produktpalette an implantierbaren und implantationsfreien Lösungen zur Behandlung aller Arten von Hörverlust; Menschen in 134 Ländern hören mithilfe eines Produkts von MED-EL. Zu den Hörlösungen von MED-EL zählen Cochlea- und Mittelohrimplantat-Systeme, ein System zur Elektrisch Akustischen Stimulation, Hirnstammimplantate sowie implantierbare und operationsfreie Knochenleitungsgeräte. www.medel.com

 

MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH

Die MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH wurde 1992 als erste Tochterfirma des Innsbrucker Medizintechnik-Unternehmens MED-EL Medical Electronics in Starnberg gegründet. Über 150 MitarbeiterInnen sind für Nutzer von MED-EL Hörimplantat-Systemen tätig und betreuen Kliniker, Audiologen, Techniker, Hörakustiker und Verantwortliche im Vertriebsgebiet Deutschland, Niederlande, Finnland, Luxemburg und den ABC Inseln in den Niederländischen Antillen. Mehr Informationen unter www.medel.de

 

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Die MED-EL Care & Competence Center GmbH mit Sitz in Starnberg ist hundertprozentiges Tochterunternehmen der MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH. Geschäftsführer der MED-EL Care & Competence Center™ GmbH und der MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH ist Gregor Dittrich. Mit den MED-EL Care Centern™ in Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt am Main, Hannover, München und Tübingen, sowie in Helsinki und dem niederländischen Utrecht erfüllt das Unternehmen den Anspruch eines lokalen Kompetenzzentrums und bietet Informationen rund um das Thema MED-EL Hörimplantat-Lösungen und Nachsorge. Speziell geschulte Experten bieten umfassenden Service und Informationen für Menschen, die bereits ein Hörimplantat nutzen sowie Menschen mit Hörverlust. Zudem unterstützt das Unternehmen durch die enge Zusammenarbeit mit Kliniken sowie durch qualitativ hochwertige Fort- und Weiterbildungsprogramme den gesamten Versorgungs- und Nachsorgeprozess. Öffnungszeiten der MED-EL Care Center™ und weitere Informationen zur MED-EL Care & Competence Center GmbH unter www.medel.de

 

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