Tourismusforum Oberbayern 2026:
Tourismus für alle – Chancen, Anforderungen und Best Practices im Fokus
München, 24. März 2026 – Wie kann Tourismus so gestaltet werden, dass er für alle zugänglich und erlebbar ist? Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich das Tourismusforum Oberbayern 2026, das am 23. März im Marriott Munich City West stattfand. Mit dem Schwerpunkt „Tourismus der Zukunft - einer für alle“ kamen zahlreiche Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft und Politik zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Anforderungen und konkrete Lösungsansätze im barrierefreien Tourismus auszutauschen. Veranstaltet wurde das Forum vom Tourismus Oberbayern München (TOM) gemeinsam mit der IHK für München und Oberbayern sowie dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern.

Das Tourismusforum Oberbayern fand am 23. März 2026 mit dem Schwerpunkt „Tourismus der Zukunft - einer für alle“ statt. © mike@samplay.de
Barrierefreier Tourismus als Zukunftsthema
Bereits zur Eröffnung machte Staatsministerin Ulrike Scharf, MdL, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz des Themas deutlich: „Freistaat und Tourismus – das ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Match. Bayern ist in allen Jahreszeiten das beliebteste deutsche Urlaubsziel. Der Tourismus ist damit ein bedeutender Wirtschafts- und Standortfaktor. Er steht für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und eine funktionierende Infrastruktur. Zukunftsorientierter Tourismus ebnet auch barrierefreien Angeboten den Weg. Davon profitieren Menschen mit Behinderung, Senioren und Familien mit Kindern ebenso wie Gastronomie, Hotellerie und Tourismus. Inklusive Angebote vergrößern die Zielgruppe, verbessern die Attraktivität und steigern langfristig die Einnahmen. Das Tourismusforum Oberbayern leistet mit seiner Veranstaltung einen wichtigen Beitrag, um zukunftsweisende Entwicklungen voranzutreiben, und allen Menschen Erholung, Begegnung und neue Eindrücke in Bayern zu ermöglichen. Reisen bleibt eine Faszination – wir tauchen ab in andere Welten, fernab unseres Alltags, erleben eine Auszeit von Pflichten, Terminen und Stress. Die Menschen sind während dieser Zeit des Jahres glücklich und zufrieden.“

Ulrike Scharf, MdL, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, eröffnete das Tourismusforum Oberbayern 2026. © mike@samplay.de
Im Anschluss begrüßte René Mooren, General Manager des Munich Marriott City West, die Teilnehmenden und gab Einblicke in das Haus sowie in dessen Aktivitäten im Bereich Barrierefreiheit. Dabei wurde deutlich, welche Rolle auch die Hotellerie bei der Umsetzung von „Reisen für Alle“ spielt – das Hotel ist entsprechend nach den Kriterien der bundesweiten Kennzeichnung „Reisen für Alle“ klassifiziert und setzt damit Maßstäbe für barrierefreies Reisen in München.

René Mooren, General Manager des Munich Marriott City West, gab Einblicke in das Haus sowie in dessen Aktivitäten im Bereich Barrierefreiheit. © mike@samplay.de
Impulse und Best Practices aus der Branche
Den inhaltlichen Auftakt setzte Monica Tetzner, Unit Lead Netzwerkmanagement bei der Bayern Tourismus Marketing, mit ihrem Impuls „Tourismus für alle lohnt sich: Zahlen, die zum Umdenken bewegen“. Sie gab Einblicke in das wirtschaftliche Potenzial barrierefreier Angebote und zeigte auf, welche Zielgruppen künftig noch stärker in den Fokus rücken werden.

Den inhaltlichen Auftakt setzte Monica Tetzner, Unit Lead Netzwerkmanagement bei der Bayern Tourismus Marketing, mit ihrem Impuls „Tourismus für alle lohnt sich: Zahlen, die zum Umdenken bewegen“. © mike@samplay.de
Im weiteren Verlauf standen konkrete Praxisbeispiele im Fokus. So gab Kerstin Skudrin vom Aura-Hotel in Saulgrub unter dem Titel „Das Aura-Hotel aus dem Ammertal – ein besonderes Hotel?“ Einblicke in ein Konzept, das sich konsequent auf zugängliches Reisen ausrichtet und zeigt, wie Inklusion im touristischen Alltag erfolgreich umgesetzt werden kann.

Kerstin Skudrin vom Aura-Hotel in Saulgrub gab unter dem Titel „Das Aura-Hotel aus dem Ammertal – ein besonderes Hotel?“ Einblicke in ein Konzept, das sich konsequent auf zugängliches Reisen ausrichtet. © mike@samplay.de
Auch auf Destinationsebene wurden wertvolle Erfahrungen geteilt: Thorsten Schär von der Regionalentwicklung Oberland blickte in seinem Beitrag „Barrierefreie Angebote in der Alpenregion Tegernsee Schliersee – zehn Jahre und zehn Erkenntnisse“ auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zurück und leitete zentrale Erkenntnisse für die Zukunft ab.

Thorsten Schär von der Regionalentwicklung Oberland blickte in seinem Beitrag „Barrierefreie Angebote in der Alpenregion Tegernsee Schliersee – zehn Jahre und zehn Erkenntnisse“ auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zurück und leitete zentrale Erkenntnisse für die Zukunft ab. © mike@samplay.de
Ergänzend wurde das Thema Mobilität aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet – sowohl bei naturnahen Angeboten wie mobilitätsfreundlichen Wanderwegen durch Andreas Schreieck von der Bezirksforstinspektion Reutte als auch im öffentlichen Verkehr. Kord Simons von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft gab in seinem Vortrag „Barrierefreiheit im bayerischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) – Was tut die Bayerische Eisenbahngesellschaft?“ Einblicke in bereits umgesetzte Maßnahmen und geplante nächste Schritte.

Andreas Schreieck von Bezirkshauptmannschaft Reutte sprach über mobilitätsfreundliche Wanderwege. © mike@samplay.de
Der oberbayerische Bezirksvorsitzende vom DEHOGA Bayern Christian Bär, betonte: „Gerade in einer starken Tourismusregion wie Oberbayern ist es entscheidend, dass unsere Angebote für möglichst viele Menschen zugänglich sind. Barrierefreiheit bedeutet dabei nicht nur mehr Komfort für Gäste mit Einschränkungen, sondern steigert insgesamt die Qualität unserer touristischen Infrastruktur. Das Tourismusforum bietet eine hervorragende Plattform, um gute Beispiele aus der Praxis sichtbar zu machen und Betriebe für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Ich freue mich, wenn Oberbayern da mit gutem Beispiel voran geht.“
Dialog über die Zukunft eines inklusiven Tourismus
In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter aus Tourismus, Infrastruktur und Politik, darunter Kord Simons (Bayerische Eisenbahngesellschaft), Daniel Weickel (Gemeinde Kochel am See) sowie Holger Kiesel (Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung), über die zukünftige Ausgestaltung eines barrierefreien Tourismus in Oberbayern.
Diskutiert wurde insbesondere, wie Angebote entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette – von der Anreise über die Unterkunft bis hin zu Freizeitangeboten – noch stärker auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen ausgerichtet werden können.

Kord Simons von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft gab in seinem Vortrag „Barrierefreiheit im bayerischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) – Was tut die Bayerische Eisenbahngesellschaft?“ Einblicke in bereits umgesetzte Maßnahmen und geplante nächste Schritte. © mike@samplay.de
Gemeinsam Tourismus für alle gestalten
Auch Oswald Pehel, Geschäftsführer des Tourismus Oberbayern München, unterstrich die Bedeutung des gemeinsamen Handelns: „Tourismus für alle gelingt nur gemeinsam. Genau deshalb bringen wir beim Tourismusforum Akteure aus Destinationen, Hotellerie und Politik zusammen. Die Beispiele aus der Praxis zeigen: Barrierefreiheit steigert nicht nur die Qualität für Gäste, sondern eröffnet auch neue Chancen für unsere Betriebe. Oberbayern hat hier großes Potenzial – und wir wollen diesen Weg als Region konsequent weitergehen.“
Martin Drognitz, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der IHK für München und Oberbayern, hob die wirtschaftlichen Chancen eines inklusiven Tourismus hervor:
„Wir brauchen mehr barrierefreien und inklusiven Tourismus – denn wir alle sind die Gewinner dieser Entwicklung! Tourismusregionen, die barrierefreie Angebote für jedermann anbieten, sind einerseits attraktiver für Familien, ältere Reisende und Menschen mit Handicap. Anderseits wächst dieser Markt, es gibt also mehr Nachfrage und damit auch mehr Umsatz, wenn man diesen Weg mitgeht. Wenn eine Region die Barrierefreiheit konsequent umsetzt und alle Interessen berücksichtigt, positioniert sie sich als moderner, inklusiver und zukunftsorientierter Standort. Damit wird sie auch für Fachkräfte und Investoren attraktiver. Wenn wir alle gemeinsam Tourismus inklusiv denken, stärken wir die Wertschöpfung entlang der gesamten touristischen Kette und verbessern die Lebensqualität und Attraktivität Münchens sowie Oberbayerns als vielfältige Erlebnis- und Wirtschaftsregion.“

In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter aus Tourismus, Infrastruktur und Politik, darunter Kord Simons (Bayerische Eisenbahngesellschaft), Daniel Weickel (Gemeinde Kochel am See) sowie Holger Kiesel (Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung), über die zukünftige Ausgestaltung eines barrierefreien Tourismus in Oberbayern. © mike@samplay.de
Das Tourismusforum Oberbayern 2026 hat gezeigt: Barrierefreiheit ist ein zentraler Baustein für die Zukunft des Tourismus. Der Austausch, die vorgestellten Praxisbeispiele und die unterschiedlichen Perspektiven aus Politik, Wirtschaft und Branche machen deutlich, wie groß das Potenzial eines inklusiven Tourismus ist – für Gäste ebenso wie für Betriebe und die gesamte Region.
Tourismus für alle bedeutet, Angebote zu schaffen, die Menschen unabhängig von Alter, Lebenssituation oder individuellen Bedürfnissen zugänglich sind. Gleichzeitig stärkt er langfristig die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit Oberbayerns als vielseitige Erlebnis- und Wirtschaftsregion.

Beim Tourismusforum kamen zahlreiche Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft und Politik zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Anforderungen und konkrete Lösungsansätze im barrierefreien Tourismus auszutauschen. © mike@samplay.de
Über Tourismus Oberbayern München e.V.
Von den imposanten Alpen im Süden bis hin zur tiefblauen Donau im Norden, von malerischen Orten, weltberühmten Schlössern und der bayerischen Bierkultur bis hin zu aufstrebenden Wirtschaftsstandorten und der Weltstadt München: Mit seiner Vielfalt zählt Oberbayern zu den bedeutendsten Urlaubsdestinationen Europas. Der Tourismus Oberbayern München e.V. mit Sitz in München ist die touristische Dachorganisation für Oberbayern und vertritt die Interessen seiner rund 70 Mitglieder – mit der gemeinsamen Mission: die Wertschöpfung, ebenso wie die Wertschätzung gegenüber der Tourismusregion Oberbayern nachhaltig zu stärken.
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