Sisu statt Winterblues


Wie die Finnen die dunkle Jahreszeit feiern - Ruka-Kuusamo am Polarkreis zeigt acht Ideen für stimmungsvolle Aktivitäten in Blauen Stunden

Ein Sauna-Besuch in der dunklen Jahreszeit stärkt das Immunsystem und macht gute Laune ©MikkoSantasalo

Ruka-Kuusamo, 1. Dezember 2025 (co-jt) – Während in Mitteleuropa die Dunkelheit oft als belastend empfunden wird, gilt sie in Finnisch Lappland als besondere Zeit. Die Finnen begegnen der Polarnacht mit Sisu – einer Haltung, die für Stärke, Gelassenheit und das Beste aus jeder Situation steht. Schnee und Eis reflektieren das Licht, der Himmel leuchtet in Blau- und Violetttönen, und Mondschein sowie Nordlichter schaffen eine einzigartige Stimmung. Statt Trübsal zu blasen, schwören die Menschen am Polarkreis auf Bewegung im Freien, Wärme in der Sauna, Lichtquellen wie Kerzen und Feuerstellen sowie Geselligkeit, wie das gemeinsame Essen mit Freunden und Familie.

Ruka-Kuusamo in Finnisch Lappland bietet vielfältige Möglichkeiten, die besondere Lichtstimmung der Blauen Stunde und die Gemütlichkeit des Nordens zu genießen – hier acht inspirierende Vorschläge:

 

1. Schneeschuhwanderung und Laternenwanderung bei der Blauen Stunde

Die kurzen Wintertage schaffen perfekte Bedingungen für Schneeschuhwanderungen in den nahegelegenen Nationalparks Oulanka und Riisitunturi. Während die Sonne tief steht, taucht das weiche Licht die verschneite Polarlandschaft und die berühmten Tykky-Bäume in spektakuläre Farben – ideal für Fotografie während der magischen Blaue Stunde. Besonders empfehlenswert sind die „Kleine Bärenrunde“ (Pieni Karhunkierros, ca. 12 km) im Oulanka-Nationalpark und der Riisin rääpäsy Trail (4,6 km) im Riisitunturi-Nationalpark. Beide Routen führen durch stille Winterlandschaften, vorbei an Stromschnellen und Hängebrücken – ein unvergessliches Naturerlebnis. Für alle, die es besonders stimmungsvoll mögen, gibt es auch begleitete Laternenwanderungen.

In der Blauen Stunde verwandelt sich die verschneite Polarlandschaft von Ruka-Kuusamo in besonderes Licht ©FabioZingg

 

2. Rentier- und Huskysafaris – Tradition und Naturerlebnis

Eine Fahrt im Rentierschlitten oder mit Huskys durch die stille Winterlandschaft von Ruka-Kuusamo ist insbesondere bei Dunkelheit ein unvergessliches Erlebnis. Eingekuschelt in Decken geht es im Schlitten durch verschneite Wälder, für den romantischen Sound sorgt der Klang der Glocken am Hals der Tiere und das Knirschen ihrer Hufe im Schnee.

Wer es rasanter will, macht eine Huskytour. Nach der Einführung durch den Musher steuern die Gäste selbst ihren Schlitten, während das Hundegespann durch die weiße Wildnis rennt. Kleinere oder längere Schlittenhunde-Ausflüge führen durch die winterliche Fjelllandschaft des Riisitunturi-Nationalparks mit seinen typischen Tykky-Bäumen. Nach der Fahrt gibt’s zur Belohnung für die Huskys „Leckerlis“, für „Herrchen und Co“ heiße Getränke und Snacks am Feuer.

Auch bei Dunkelheit lässt sich in Ruka-Kuusamo viel erleben – z.B. eine Rentier-Safari ©FabioZingg

 

3. Kerzenlicht und Winterlounge – Gemütlichkeit im Norden

Licht ist in der dunklen Jahreszeit fester Bestandteil des Alltags in Ruka-Kuusamo – besonders in der Weihnachtszeit. Viele Hotels, Chalets und Restaurants zünden dann Kerzen an, setzen sie einladend in die Fenster und schaffen mit Laternen und offenen Feuerstellen Wärme und Behaglichkeit. Besonders stimmungsvoll sind z.B. die Winterlounges in stylischen Resorts wie dem Isakki Village von Ruka Safaris. Nach einer Schneeschuhwanderung oder einer Langlauftour wärmt man sich hier bei Glög, der finnischen Variante des skandinavischen Glühweins, und macht es sich kuschelig-gemütlich am Kamin. Auch in traditionellen Kotas oder modernen Glas-Iglus wird Kerzenlicht genutzt, um die Blaue Stunde und die Polarnacht atmosphärisch zu begleiten. Tipp: Einige Unterkünfte bieten „Candlelight Evenings“ mit regionalen Spezialitäten und Blick auf die verschneite Landschaft.

Gemütlich-wärmendes Willkommen am Lagerfeuer ©MikkoSantasalo

 

4. Wildfood-Dinner in der Kota – Lappländische Küche am offenen Feuer

Die Wildfood-Dinner in Ruka-Kuusamo verbinden regionale Küche mit traditioneller, gemütlich-rustikaler Atmosphäre. In einer Kota, der regional-typischen Holzhütte, wird am offenen Feuer gekocht. Serviert werden Gerichte wie gegrillte Forelle, Rentierfilet, Waldpilze und Beeren – alles stammt aus der Natur, direkt vor der Tür. Wer ein fleischloses Wildfood-Dinner bevorzugt, findet beim Outdoor-Anbieter Wildout die passende Alternative:
Aus Kräutern, Beeren und Pilzen werden im Freien z.B. köstliche Piroggen zubereitet. Das Wilderness Restaurant Kymppi im Rukan Salonki Resort bietet ein Drei-Gänge-Menü in rustikalem Ambient am Kaminfeuer. Auch die Kujala Rentierfarm lädt zu einem Wildfood-Dinner und informiert bei einer anschließenden Führung über den Hof über die nachhaltige Aufzucht und Hege der Tiere – ein besonderes Erlebnis für kleine Gruppen oder Familien.

Die Wildfood-Dinner am offenen Feuer verbinden regionale Küche mit traditioneller, gemütlich-rustikaler Atmosphäre. ©MikkoSantasalo

 

5. Fotospots für die Blaue Stunde – Kiutaköngäs Stromschnellen

Die Kiutaköngäs-Stromschnellen des Oulankajoki-Flusses im Oulanka-Nationalpark zeigen sich im Winter von ihrer spektakulärsten Seite: Eisüberzogene Felsen, dicke Eisschollen und glitzernde Schneekristalle e machen sie zu einem der faszinierendsten Fotospots in der Region. Ein kurzer Wanderweg (1,9 km) führt direkt zum 325 Meter langen Naturschauspiel. Besonders eindrucksvoll wirken die Kiutaköngäs-Stromschnellen in der Blauen Stunde, wenn das kühle Licht der Dämmerung die Eisformationen in sanftes Blau einhüllt. Weitere lohnenswerte Orte fürs winterliche Fotoshooting verrät die Tourist Information im Dorfzentrum von Ruka-Kuusamo.

Die Kiutaköngäs-Stromschnellen des Oulankajoki-Flusses im Oulanka-Nationalpark zeigen sich im Winter von ihrer spektakulärsten Seite ©Myllykoski

 

6. Außen Eis – innen heiß: Schwitzen in der Eissauna

Wenn es draußen dunkel ist und die Sterne am Himmel leuchten, sorgt das beim Besuch der Eissauna für einen besonderen Gänsehautmoment.

Die Eissauna, aus kompaktem Schnee und Eis gebaut, steht mitten in der einsamen Winterlandschaft. Im Inneren steigt langsam der Dampf auf, während durch die frostklaren Öffnungen das Polarlicht zu erkennen ist – ein Zusammenspiel aus Wärme und arktischem Licht, das Körper und Geist gleichermaßen berührt. Die Eissauna ist eine besondere Form der finnischen Saunakultur, die seit 2020 zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Gäste können das Schwitz-Vergnügen in dieser Sauna im Rahmen der „SaunaTour – Wellbeing in Wilderness“ erleben, bei der fünf zertifizierte Saunen in Ruka-Kuusamo  besucht werden. Jede Station erzählt dabei ihre eigene Geschichte und bietet traditionelle Anwendungen wie Birkenzweig-Massagen, Kräuteraufgüsse oder Moorpackungen. Ebenso besonders ist der Besuch einer authentischen Rauchsauna, die mit dem Duft von Holz die Sinne stimuliert. Nach dem Saunagang geht’s ins Eisloch oder in den beheizten Outdoor-Whirlpool.

Der Besuch einer Eissauna in freier Natur ist besonders während der Blauen Stunden ein unvergessliches Erlebnis ©Pyhapiilo

 

7. Hannu Hautala Nature Photography Centre – Nordisches Licht im Fokus

Das Hannu Hautala Nature Photography Zentrum in Kuusamo würdigt in einer Ausstellung, den „Vater der finnischen Naturfotografie“. Hautala prägte über Jahrzehnte die Naturfotografie Finnlands und veröffentlichte mehr als 50 Bildbände. Seine Werke zeigen die nordische Wildnis in allen Jahreszeiten – von stillen Winterlandschaften bis zu seltenen Tierbeobachtungen.

Gerade in der dunklen Jahreszeit lohnt sich der Besuch: Die Ausstellung „In Hannus Fußstapfen“ und weitere wechselnde Präsentationen internationaler Fotografen machen sichtbar, wie Licht und Schatten die Natur prägen. Wer draußen die Kälte scheut, erlebt hier die Magie des nordischen Winters in großformatigen Bildern.

Im Hannu Hautala Nature Photography Centre können sich Gäste Inspirationen zu Naturfotografie in Blauer Stunde holen ©HarriTarvainen

 

8. Polar Night Light Festival – Lichtkunst trifft Polarnacht

Vom 9. Januar bis 2. Februar 2026 bringt das Polar Night Light Festival Farbe in die dunkle Jahreszeit am Polarkreis. Internationale Künstler machen Ruka-Kuusamo zur Bühne für Lichtinstallationen und interaktive Kunstwerke. Unter dem Motto „Aurora Glow – die Polarlichter“ werden die Pisten des Ruka Ski Resorts in spektakulär leuchtenden Farben illuminiert, während im Dorf moderne Lichtkunst die Fassaden inszeniert. Besucher können auf dem Aurora Glow Spazierweg durch den verschneiten Wald gehen, beim Fackelskilauf die Hänge im Licht des Feuers herunterwedeln oder nordische Festival-Menüs im Gipfel-Sauna-Restaurant Base Eat&Heat genießen. Ein Höhepunkt des 25-tägigen Festivals sind die Videoinstallationen „Mentalscape 1 & 2“ des Medienkünstlers Arttu Nieminen aus Rovaniemi. Sie zeigen die für die Region typischen, schneebedeckten Tykky-Bäume als faszinierende Lichtwelten, die sich zu den elektroakustischen Akkordeonkompositionen des bekannten finnischen Musikers Harri Kuusijärvi bewegen. Zu bewundern ist die klang- und bildgewaltige Video-Installationsshow täglich von 15.00 bis 24.00 Uhr sowohl im gesamten Dorf Ruka und an der Talstation „Village Express“ des Ruka Ski Resorts.

Vom 9. Januar bis 2. Februar 2026 bringt das Polar Night Light Festival Farbe in die dunkle Jahreszeit am Polarkreis. ©Simovilhunenphoto

 

 

Pressemitteilung zum Download

 

 

Über Ruka-Kuusamo:

Ruka-Kuusamo in Finnisch Lappland ist ein Ganzjahresziel für Natur- und Outdoorbegeisterte. Die Wintersaison dauert von Oktober bis Mai. Lufthansa (ab Frankfurt), Eurowings (ab Düsseldorf) und Edelweiß (ab Zürich) fliegen im Winter nonstop, ab Helsinki bestehen zahlreiche Verbindungen nach Ruka-Kuusamo. Die Region bietet rund 12.000 Gästebetten – von Hotels über Ferienwohnungen bis zu Chalets.

Weitere Informationen: lappland.ruka.fi

Pressekontakt:
Jutta Tempel
COMEO Branding and Communications
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E-Mail: tempel@comeo.de
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