Oberbayern


Zwischen Seen, Bergen und Hopfengärten

Chiemseeinseln Panorama ©Chiemsee-Alpenland Tourismus

 

Von den mächtigen Alpen im Süden, durch sanfte Täler und Wälder, an klaren Seen und rauschenden Flüssen entlang, durch charmante Ortschaften und geschichtsträchtige Städte bis zur tiefblauen Donau im Norden – mit seiner landschaftlichen Vielfalt sowie unzähligen kulturellen und kulinarischen Highlights bietet Oberbayern einen enormen Freizeitwert und erweist sich als besonderer Ort zum Krafttanken, Durchatmen und Genießen. 2024 zählte die Region über 19 Millionen Gästeankünfte und gehört damit zu den beliebtesten Reisezielen in Deutschland – sowohl national als auch international. Oberbayern lebt vom Kontrast: So treffen malerische Natur auf geschäftige Städte, Handwerk und Brauchtum auf bedeutende Industrie- und Wirtschaftsstandorte sowie traditionelle Küche auf neu interpretierte Szenegastronomie. Eben dieser Kontrast sowie die Balance aus landschaftlicher Attraktivität, Authentizität und wirtschaftlichen Chancen machen die Region zu dem, was sie ist. Insgesamt 20 Tourismusregionen – jede von ihnen mit ihrem ganz eigenen Charme und Charakter – versprechen genussvolle Erlebnisse, sportliche Herausforderungen und einzigartige Urlaubsmomente für jeden Geschmack.

Oberbayern auf einen Blick:

·       Die Geschichte Oberbayerns geht zurück bis ins Jahr 1255. Damals schuf Ludwig der Strenge zunächst das Herzogtum Oberbayern. Später im 19. Jahrhundert entstand mit dem Königreich Bayern auch Oberbayern etwa in der heutigen Form. Leichte Veränderungen brachte nochmals die Kreisgebietsreform 1972.

·       Mit seinen 4,8 Millionen Einwohner:innen und einer Fläche von rund 17.500 Quadratkilometern ist Oberbayern sowohl der bevölkerungsreichste als auch der flächenmäßig größte Bezirk des Freistaats Bayern.

·       Oberbayern umfasst 20 Landkreise, die drei kreisfreien Städte München, Ingolstadt und Rosenheim sowie 497 Gemeinden.

·       Mit 133 Naturschutzgebieten beheimatet Oberbayern eine Vielfalt an beeindruckenden und besonders schützenswerten Naturschauplätzen.

·       Auf rund 1.200 Kilometern erstrecken sich die Wasser-Radlwege Oberbayern durch die ganze Region. Die oberbayerischen Flüsse und Seen als stete Begleiter, widmen sich drei Themenschleifen den regionalen Besonderheiten – dem Hopfen im Norden, dem Salz im Südosten und der Kunst im Südwesten.

·       370 Pistenkilometer verteilen sich auf die kleinen und großen Skigebiete Oberbayerns – Pistenspaß und Hüttengaudi garantiert. Für aktive Abwechslung im Schnee sorgen die zahlreichen Langlaufloipen und Winterwanderwege mit schönstem Panorama. Gepaart mit umfassenden Wellnessangeboten, einzigartigen Bräuchen und traditioneller Kulinarik erweist sich der oberbayerische Winter als Zeit voller Lichtblicke.

·       Brauchtum, Kunst und Handwerk sind fester Teil der oberbayerischen Kultur – wer mehr darüber wissen will, findet Antworten in der vielfältigen Museenlandschaft Oberbayerns. Verschiedenste Ausstellungen und Kulturveranstaltungen entführen in längst vergangene Zeiten, gewähren Einblicke in das ursprüngliche, ländliche Leben, weltbekannte Königsschlösser sowie künstlerische und handwerkliche Traditionen.

·       Ob hoch hinaus, von Gipfel zu Gipfel, durch sanfte Wälder und Täler oder hügelige Hopfengärten – Oberbayern lässt sich auf verschiedensten Wegen in Wanderschuhen erkunden. Anspruchsvolle Bergtouren, meditative Wanderungen und abwechslungsreiche Themenwege führen zu einzigartigen Naturschauplätzen in der ganzen Region, bieten sportliche Herausforderungen sowie Erholung für Körper und Geist.

·      Die Bierkultur prägt Oberbayern in besonderer Weise mit einem Netz aus kleinen Erlebnisbrauereien, Biergärten und traditionellen Wirtshäusern. Auch die älteste Brauerei der Welt, die Staatsbrauerei Weihenstephan, ist in Oberbayern zu finden. Im Jahr 1040 wurde sie als Klosterbrauerei der Benediktinermönche gegründet.  

 

 

Unterwegs in der oberbayerischen Natur

Als Alpenvorland steht Oberbayern für imposante Gipfel, friedliche Täler, hügelige Landschaften und grandiose Panoramablicke – ein Paradies für aktive Naturliebhaber:innen.  

Deutschlands alpiner Superstar – die Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen – zieht mit 2.962 Metern Höhe seit jeher Menschen aus aller Welt in ihren Bann. Ob mit der Bahn oder zu Fuß – oben angekommen, eröffnet sich Besucher:innen ein atemberaubender 360 °-Blick auf die umliegenden Bergketten von Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Weitere Vertreter der oberbayerischen Gipfel-Elite sind Watzmann, Schafreuter oder Sonntagshorn.

Wer die Bergwelten Oberbayerns besonders ursprünglich und naturnah erleben möchte, ist in einem der Bergsteigerdörfer genau richtig: kleine Gemeinden im Alpenraum, in denen Brauchtum, Bergsport im Einklang mit der Natur und Regionalität im Fokus stehen. Vier Orte dürfen sich in der Region mit dem begehrten Alpenvereinssiegel „Bergsteigerdorf“ schmücken: Ramsau in Berchtesgaden, Kreuth am Tegernsee sowie Sachrang und Schleching in den Chiemgauer Alpen.

Jenseits der Berge prägen weite Wiesen und Wälder, sanfte Hügel, Moor- und Aulandschaften das Erscheinungsbild Oberbayerns. Im Norden findet man sich wiederum inmitten der sattgrünen und bis zu sieben Meter hohen Hopfengärten der Hallertau wieder.

Das Wasser ist dabei allgegenwärtig. Die Region besticht mit seiner Vielzahl an Flüssen, Seen und Bächen. Zu den bekanntesten Seen zählen Königssee, Chiemsee, Tegernsee und Starnberger See, sowie Kochel- und Walchensee. Die längsten Flüsse sind Donau und Inn, gefolgt von Isar, Lech und Altmühl.

Angesichts ihrer Vielfalt, Schönheit sowie ihres Arten- und Pflanzenreichtums gelten zahlreiche Landschaften Oberbayerns als besonders schützenswert. 133 Naturschutzgebiete nehmen eine Fläche von mehr als 80.000 Hektar ein – darunter die Untere Alz in Altötting, die Isarauen zwischen Schäftlarn und Bad Tölz, der Geigelstein inmitten der Chiemgauer Alpen oder die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte. Letztere besteht aus 17 Einzelseen nordwestlich des Chiemsees und ist Heimat für viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten, beispielsweise auch 40 verschiedene Libellenarten.

Das größte oberbayerische sowie bayerische Naturschutzgebiet ist das Ammergebirge. Seit 2017 existiert dort auch der erste und einzige Naturpark Ammergauer Alpen. Auf einer Fläche von 227 Quadratkilometern finden sich hier seltene Pflanzen und Tiere, einzigartige Moor- und Wiesenlandschaften, beeindruckende Gipfel und die Ammer als echter Wildfluss.

Ein weiterer Naturschatz Oberbayerns: der Alpennationalpark Berchtesgaden. Den 2.713 Meter hohen Watzmann über sich, durchqueren glasklare Bergbäche die unberührte alpine Landschaft. Enzian und Edelweiß fühlen sich hier ebenso wohl wie Murmeltier und Steinadler. Eingekesselt von hohen Gipfeln verbreiten Bergseen wie Königssee und Hintersee eine nahezu mystische Atmosphäre. Auf über 250 Kilometern an Wanderwegen und Steigen lässt sich die Natur hautnah in all ihren Facetten erleben.

 

 

Sporteln in Oberbayern

Die vielfältige Natur prägt Oberbayern nicht nur in seiner landschaftlichen Erscheinung, sondern auch hinsichtlich seiner sportlichen Möglichkeiten. Im Sommer laden die oberbayerischen Bergwelten zu aussichtsreichen Touren, genussvollen Hüttenwanderungen, mehrtägigen Gipfelüberschreitungen oder anspruchsvollen Klettereinheiten ein. Doch braucht es nicht unbedingt die Berge, um die Wanderschuhe zu schnüren. Ob meditativ, lehrreich oder familienfreundlich, von kurzer Feierabendrunde bis zur Fernwanderung – unzählige Wander- und Pilgerwege ziehen sich durch die ganze Region und erschließen diese in all ihrer landschaftlichen, kulturellen und kulinarischen Vielseitigkeit.

Mit dem ersten Schnee verwandelt sich Oberbayern wiederum in ein Eldorado für Wintersport-Fans. Zahlreiche Skigebiete, Naturrodelbahnen und Langlaufloipen sorgen für jede Menge Spaß in den kalten Monaten. Nicht ohne Grund ist Oberbayern als Austragungsort so mancher legendärer Wintersport-Highlights bekannt – darunter das alljährliche Neujahrsskispringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen oder der Biathlon Weltcup in Ruhpolding.  

Abseits des Trubels sorgen die vielen Winterwanderwege durch beinahe kitschige Schneelandschaften für Entschleunigung und achtsame Momente.

Wer die Region auf dem Radlsattel erkunden will, landet früher oder später auf den Wasser-Radlwegen Oberbayern. Auf insgesamt 1.200 Kilometern und drei Hauptschleifen verbindet das ausgefeilte Radwegenetz besondere Erlebnispunkte rund um Wasser, Natur, Kultur und Kulinarik. Drei Themenrouten machen sich dabei die regionalen Besonderheiten zu Eigen: Im Norden ist der Radweg geprägt von Hopfen & Bier, im Südosten stehen das Salz und im Südwesten die Kunst im Fokus.

Radlspaß garantieren auch einige klassifizierte Strecken wie zum Beispiel der Ammer-Amper-Radweg, der erste 4-Sterne-Radweg in Oberbayern. Auf rund 200 Kilometern führt dieser von den Ammerquellen im Naturschutzgebiet Ettaler Weidmoos bei Oberammergau, durch die Bilderbuchkulisse des bayerischen Voralpenlands, an Ammer und Amper entlang, über Fürstenfeldbruck und Dachau bis nach Moosburg an der Isar.

Ebenso dürfen sich laut ADFC der Chiemgau und die Region Inn-Salzach als RadReiseRegion bezeichnen: 20 Themenrouten und ein fast 600 Kilometer langes Mountainbike-Netz erschließen die Gegend rund um den Chiemsee und führen durch schattige Wälder zu Naturdenkmälern, Bauernhöfen und Museen. Für die notwendige Erfrischung sorgen neben Flüssen wie Traun, Salzach und Ache die zahlreichen Biergärten, Gasthöfe und Strandbars.

Mit ihren mäßigen Steigungen begeistert wiederum die Region Inn-Salzach als idealer Ausgangspunkt für Radl-Erlebnisse jeder Art und für jeden Anspruch: Von Radlsafari bis Biergarten-Tour – auf 24 Themenstrecken zeigt sich die Gegend in ihrer ganzen Vielfalt.  

Unterwegs jenseits des Weißwurstäquators: Viele Fernradwege führen weit über die oberbayerischen Grenzen hinaus und durchqueren zum Teil mehrere Nachbarländer Deutschlands. So zum Beispiel der Donauradweg, welcher der Donau von ihrer Quelle in Donaueschingen, über die bayerischen Städte Ingolstadt und Passau, durch fünf weitere europäische Länder bis zur Mündung in das Schwarze Meer folgt.

Drei Länder, drei Klimazonen, traumhafte alpin-mediterrane Lebenswelten und ein Ziel, das romantischer nicht sein könnte – das erwartet Radlfahrer:innen auf dem bekannten Fernradweg von München nach Venedig, der Stadt der Liebe.

 

 

Von Maibaum, Tracht und König Ludwig II.

Kultur, Brauchtum und historische Andenken haben einen besonderen Stellenwert in Oberbayern. Jahrhundertealte Traditionen tragen sich von Generation zu Generation, werden gepflegt und weiterentwickelt und halten den kulturellen Charakter Oberbayerns lebendig.

Anlässe, um diese zu zelebrieren, gibt es genug. Sie ziehen sich durch das ganze Jahr, schüren schon Wochen vorher die Vorfreude, schweißen zusammen und stehen oft sogar sinnbildlich für eine Jahreszeit: von feuchtfröhlichen Faschingsbräuchen und der Starkbierzeit, über das traditionelle Maibaumaufstellen und unzählige Volksfeste, bis hin zu Wiesn, Leonhardiritt und besinnlichen Weihnachtsmärkten.

Zur oberbayerischen Kultur gehört selbstverständlich auch die Tracht. Während das Oktoberfest oft eigenwillige Kreationen und Fehlinterpretationen der traditionellen Kleidung hervorbringt, stehen Lederhose, Haferlschuhe, Kniestrümpfe und Dirndl ansonsten als Inbegriff für Heimatverbundenheit und das oberbayerische Lebensgefühl. Traditionelle Schnitte, Stoffe und Fertigungstechniken treffen heute auf moderne Farben und neue Trends und lassen die Tracht so mit der Zeit gehen.

Von ursprünglich bis neu interpretiert: Brauchtum und Tradition leben vielerorts in uralter Handwerkskunst weiter – sei es in Form der aufwändigen Lüftlmalerei, der Braukunst, des kreativen Müllerhandwerks oder des Schnitzens von filigranen Krampusmasken.

Besonders stark schlägt das kulturelle Herz Oberbayerns in den kleinen und großen Städten – ob traditionell oder modern, pulsierende Metropole oder malerische Kleinstadt. Eindrucksvolle Bauwerke wie etwa die weltlängste Burg in Burghausen, das Olympiastadion in München oder der Mariendom in Freising erzählen bis heute ein Stück Geschichte. Schlösser, Denkmäler, Parkanlagen und Universitäten spiegeln den Stil und die Interessen früherer Herrscher wider und prägen noch immer das Erscheinungsbild der Städte. Ihre wenig bescheidenen, aber bedeutenden Spuren hinterließen hier vor allem die Wittelsbacher. So erinnern beispielsweise in München die Maximilianstraße, die Ludwig-Maximilian-Universität, das Siegestor in der Ludwigsstraße oder der Königsplatz an die Vertreter des bayerischen Hochadelsgeschlechts. Einer der bekanntesten unter ihnen: König Ludwig II. Allerdings wählte der sogenannte Märchenkönig weniger die Landeshauptstadt als vielmehr die ländliche Umgebung, um sich in prunkvollen Bauten wie dem Schloss Linderhof, Schloss Herrenchiemsee oder dem Königshaus am Schachen zu verewigen.

Anschaulich und spannend lassen sich die Wurzeln Oberbayerns auch in den vielfältigen Museen in der ganzen Region zurückverfolgen. Ob Naturwissenschaft und Technik, Archäologie, Mobilität, Brauereihandwerk oder Zeitgeschichte – die oberbayerische Museenlandschaft liefert Antworten auf beinahe alle Fragen. Unter freiem Himmel und in ursprünglichen Bauernhäusern gewähren wiederum die Freilichtmuseen Markus Wasmeier, Donaumoos und Glentleiten Einblicke in das ländliche Leben von damals.

Ebenso kommen in Oberbayern Kunstliebhaber:innen jeder Art auf ihre Kosten: Auf die Spuren des Expressionismus begeben sich unter anderem das Franz Marc Museum in Kochel am See, das Buchheim Museum in Bernried oder das Lenbachhaus in München. Die Alte Pinakothek beheimatet Werke weltberühmter Künstler aus dem 14. bis 18. Jahrhundert – darunter keine Geringeren als Da Vinci, Dürer, Rembrandt oder Rubens. Die Pinakothek der Moderne widmet sich den Themenschwerpunkten Moderne Kunst, Design, Architektur und Grafik.

 

O´gricht is – Kulinarik in Oberbayern

Wenn sich der Frühschoppen in geselliger Runde bis in die Abendstunden ausdehnt und sich allmählich die Dämmerung über den Biergarten legt, stellt sich so manchem vergnügten Gast die Frage, wo denn die Zeit geblieben ist. Geselligkeit und Gemütlichkeit stehen ebenso sinnbildlich für die oberbayerische Küche wie Schweinshaxn, Weißwürst und frisch gezapftes Bier. Doch hat Oberbayern kulinarisch noch weitaus mehr zu bieten: Hier treffen Brauchtum auf Experimentierfreude, traditionelle Wirtshäuser auf exotische Geschmackserlebnisse sowie preisgekrönte Spitzengastronomie auf eine gemütliche Bar- und Lokalszene.

Der Genuss steht dabei stets im Vordergrund. So ist es kaum verwunderlich, dass es 14 Orte in der Region unter die „100 Genussorte Bayern“ geschafft haben. Ein Titel, der Orten, Gemeinden und Städten für herausragende kulinarische Besonderheiten verliehen wurde. Darunter das Schrobenhausener Land – bekannt als Spargel- und Kartoffelregion, der Ort Waging am See, prämiert für seinen konsequenten Fokus auf ökologische und tierfreundliche Landwirtschaft oder die Gemeinde Bad Feilnbach mit ihren nachhaltig bewirtschafteten Streuobstwiesen.

Als Entscheidungshilfe inmitten der kulinarischen Vielfalt dienen auch die Qualitätssiegel „Ausgezeichnete bayerische Küche" sowie „Ausgezeichnete Bierkultur“. Beide garantieren authentisch bayerische Gaststätten und Biergärten mit regionalen Speisen und Getränken, großartigen Service sowie besondere Atmosphäre.

Auf der Suche nach gehobener Sterneküche landen Gourmetfreunde in Oberbayern unter anderem in Rottach-Egern am Tegernsee. Dort ist die Dichte der prämierten Koch-Elite besonders hoch. Der wohl bekannteste darunter: Christian Jürgens, der seit geraumer Zeit seine drei Michelin-Sterne im Restaurant „Überfahrt“ verteidigt.

Gourmetküche hin oder her – nach einer langen Bergtour geht wohl nichts über eine ordentliche Portion Kaiserschmarrn, deftige Käsespätzle oder eine regionale Brotzeit auf der sonnigen Terrasse einer gemütlichen Hütte. Wie gut, dass in den oberbayerischen Voralpen besonders viele davon zu finden sind.

Auch das klassische Weißwurstfrühstück mit frischen Brezen und Weißbier gehört zum kulinarischen Pflichtprogramm in Oberbayern. Um dabei nicht schon bei der Bestellung als „Zuagroaster“ entlarvt zu werden, helfen zwei simple, aber effektive Regeln. Ein ungeschriebenes Gesetz in Oberbayern besagt: Die Weißwurst darf das 12 Uhr-Läuten nicht hören, was bedeutet: Wer nach 12 Uhr Mittag noch Weißwürst bestellt, dem sind die skeptischen Blicke der Bedienung und der alteingesessenen Herrschaften am Stammtisch sicher. Die Regel stammt aus früheren Zeiten, als es noch keine Kühlung gab und die Wurst daher schnellstmöglich verzehrt werden musste. Diese Zeiten sind längst vorbei, die Regel aber ist geblieben. Um auch das nächste Weißwurst-Fettnäpfchen zu umgehen: Weißwürste werden immer stückweise, niemals als Paar bestellt.

Ob Frühschoppen oder „Feierabend-Hoibe“ – was das Zeitfenster angeht, sind die Oberbayer:innen beim Bier wesentlich flexibler als bei der Weißwurst. Das Bier ist fester kulinarischer und kultureller Bestandteil Oberbayerns und blickt auf eine jahrhundertealte Historie zurück. Verständlich – schließlich liegt mit der Hallertau das größte zusammengehörige Hopfenanbaugebiet der Welt im Norden der Region. Inmitten der weitreichenden Hügellandschaft wachsen unzählige Hopfenpflanzen dem weiß-blauen Himmel entgegen. Das Ergebnis: Rund 40 Prozent der weltweiten Hopfenernte stammen aus der Hallertau.

Wo der Hopfen in derartiger Fülle wächst, ist bekanntlich auch die nächste Brauerei nicht weit. Das Brauereihandwerk ist in der Region fest verwurzelt und entwickelt sich dennoch immer wieder neu. Die Bayerische Staatsbrauerei in Freising ist seit 1040 in Betrieb und damit die älteste Brauerei der Welt. Das Erdinger Weißbräu ist international bekannt und gilt mit einem jährlichen Ausstoß von über 1,5 Millionen Hektolitern als weltweit größte Weißbierbrauerei in Familienbesitz. Ebenso machen sich immer mehr kleine Brauereien in der Region mit ihren besonderen Bier-Spezialitäten und exotischen Kreationen einen Namen.

 

Oberbayerns Regionen erleben

Die Landeshauptstadt…

Wenn es Ihnen in München nicht gefällt, dann weiß ich nicht, wo es Ihnen in Deutschland gefallen soll.“ Auch die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannte sich als echter Fan der bayerischen Landeshauptstadt. Tatsächlich gehört München laut dem britischen Magazin Monocle seit Jahren zu den lebenswertesten Städten der Welt und sicherte sich bereits dreimal den ersten Platz. Keine große Überraschung für die rund 1,5 Millionen Münchner:innen (Stand: 2023). Schließlich reihen sich hier unzählige Kunst- und Kulturstätten an berühmte Sehenswürdigkeiten, gehobene Spitzenlokale an legendäre Kultkneipen sowie moderne Architektur an historische Bauten. Mit der majestätischen Bavaria, dem Siegestor oder der prunkvollen Maximilianstraße setzten sich die bayerischen Könige einst architektonische Denkmäler, die das Stadtbild bis heute prägen.

Auf zahlreichen Wander-, Radl- und Themenrouten lässt sich die Landeshauptstadt aktiv und auf eigene Faust entdecken. So führt beispielsweise die Ost-West-Passage einmal quer durch München, vom Prinzregentenplatz in Bogenhausen bis zum Schloss Nymphenburg. Die rund 12 Kilometer lange Strecke kreuzt einige von Münchens bekanntesten Schauplätzen – darunter der Chinesische Turm, der Friedensengel und der Königsplatz.

Den Fahrtwind im Gesicht, das Rauschen der Isar in den Ohren und Sehenswürdigkeiten an jeder Uferseite – wer lieber in die Pedale tritt, kommt auf entspannten und aussichtsreichen Etappen wie der Isar-Tour auf seine Kosten. Abgesehen davon ist München zentraler Dreh- und Angelpunkt der Wasser-Radlwege Oberbayern.

Besonders vielfältig zeigt sich München an einem warmen Sommertag in seinem berühmten Stadtpark, dem Englischen Garten: Auf rund 375 Hektar Fläche trifft sich die Stadt hier zum Volleyball, Fußball oder Frisbee spielen. Verliebte Pärchen finden sich inmitten vergnügter Student:innen wieder, die sich nach der Vorlesung auf ein Bier in der Sonne verabreden. Jogger:innen und Radlfahrer:innen toben sich auf den knapp 80 km Wegen aus, während sich Surf-Begeisterte an Münchens berühmtem Surfer-Hotspot, der Eisbachwelle, versuchen.

Jährlich lockt München mehrere Millionen Besucher:innen aus aller Welt an. Über sechs Millionen zählte 2019 allein das Oktoberfest auf der Theresienwiese. Wo Kronprinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese 1810 ihre Hochzeit feierten, findet heute Jahr für Jahr das größte Volksfest der Welt statt. Das oberbayerische Bier hat hier bekanntlich einen besonderen Stellenwert. So dürfen nur original Münchner Brauereien die Maßkrüge füllen. Über sieben Millionen Maß wandern im Schnitt über die Tresen der Festzelte. Den Rekord hält bislang das Jahr 2014 mit 7,7 Millionen ausgeschenkten Litern Bier. Doch ist München nicht nur bei Tourist:innen beliebt: Als Hochburg der DAX-Konzerne sitzen hier internationale Konzerngrößen wie Siemens oder BMW. Aber auch zahlreiche junge Start-ups nutzen die bayerische Landeshauptstadt als Sprungbrett für ihren großen Durchbruch.

 

München in Zahlen und Fakten:

·       München ist die Geburtsstätte zahlreicher berühmter Persönlichkeiten wie Kaiserin Elisabeth von Österreich, FC Bayern-Ikone Franz Beckenbauer oder Komiker-Legende Karl Valentin.

·       Mit rund 1,5 Millionen Einwohnern ist München die drittgrößte Stadt Deutschlands.

·       Biergärten gehören zum Münchner Lebensgefühl wie der süße Senf zur Weißwurst. Daher finden sich hier besonders viele urgemütliche und traditionelle Exemplare. Augustiner Keller, Hirschgarten und der Biergarten am Chinesischen Turm zählen zu den bekanntesten.

·       Täglich richten sich die Blicke auf dem Marienplatz um 11 und 12 Uhr nach oben zum Turm des Neuen Rathauses. Dann erklingt das über 100 Jahre alte Glockenspiel. 43 Figuren, die auf zwei Ebenen Szenen der Münchner Stadtgeschichte zeigen, drehen sich zu den Klängen der 32 Glocken.

·       München ist bekannt für seine umfassende Museenlandschaft – von Kunst und Kultur, über Naturwissenschaft, Verkehr und Technik bis hin zu historischen Bauten. Hier bleiben keine Fragen offen. Zu den bekanntesten Museen der Stadt zählen das Deutsche Museum, die Pinakotheken sowie das Lenbachhaus mit der weltweit größten Sammlung an Kunstwerken des Blauen Reiters.

·      Entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts, ist der Viktualienmarkt noch heute fester kultureller und kulinarischer Bestandteil Münchens. Schweinshax‘n und Weißwurst sind hier ebenso vertreten wie Hummer, exotische Früchte und Delikatessen aus aller Welt.

 

Landkreis München: Keine Frage, die bayerische Landeshauptstadt ist immer eine Reise wert. Die Kombination aus pulsierendem Stadtleben, bayerischer Gemütlichkeit, kultureller Vielfalt, lebendiger Historie und vielfältiger Bar- und Gastroszene spricht wohl für sich. Doch lohnt sich auch ein Blick vor die Tore Münchens. Jenseits des Großstadt-Trubels bietet das Münchner Umland, mit seinen Kiesbänken, dem weitläufigen Wegenetz durch die Wälder des Isartals sowie seiner Vielzahl an Badeseen und Grünflächen, Stadtbewohner:innen und Urlauber:innen einen erholsamen Ausgleich zum bunten Treiben der bayerischen Hauptstadt. Durch das gut ausgebaute Nahverkehrssystem ist die Stadt dennoch stets in Reichweite.

 

Alpenregion Tegernsee Schliersee:

Malerische Seen, umgeben von den Gipfeln des Mangfallgebirges – ein Alpenpanorama wie es im Buche steht. Mit ihrer Vielfalt an Seen und Bergen lockt die Alpenregion zu jeder Jahreszeit mit einzigartigen Freizeitaktivitäten und Genussmomenten in der Natur. Ob Baden, Bootfahren, Segeln, Stand-Up-Paddeln oder Wanderungen mit Seeblick – im Sommer sorgt die Region mit besonderen Erlebnissen rund um das Wasser für Urlaubsfeeling pur. Im Winter garantieren die kleinen, aber feinen Skigebiete Sudelfeld und Spitzingsee-Tegernsee sowie traumhafte Langlaufloipen, wie die in Bayrischzell oder Kreuth, jede Menge Spaß im Schnee.  Wer sich nach einer kleinen Wellnessauszeit sehnt, wird in der Seesauna am Tegernsee oder in der Vitalwelt am Schliersee fündig. Ebenso kommen hier Feinschmecker jeder Art auf ihre Kosten – bei regionalen Fischspezialitäten, reichhaltiger Hüttenbrotzeit, gehobener Spitzengastronomie oder dem gemütlichen Sundowner am Seeufer.

 

Ammersee-Lech: Rund 40 Kilometer südwestlich von München erstreckt sich die wunderschöne Landschaft zwischen Ammersee und Lech. Das Wasser ist hier allgegenwärtig und prägend für die landschaftliche Vielfalt der Region. Der Ammersee bietet Windsurfer:innen und Segler:innen das ganze Jahr über optimale Bedingungen. Die drei Naturschutzgebiete rund um den See schenken wiederum seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Während romantische Ortschaften wie Utting, Dießen und Schondorf mit traumhafter Lage direkt am Seeufer zum Flanieren, Entdecken und Genießen einladen, erweckt die malerische Altstadt von Landsberg am Lech mit ihren zahlreichen Türmen, Kirchen, und bunten Fassaden ein Stück Geschichte zum Leben. Hier ist auch der Startpunkt des Lecherlebniswegs – ein landschaftlich beeindruckender Fernwanderweg, der auf rund 90 Kilometern bis nach Füssen zum königlichen Schloss Neuschwanstein führt.

 

Bad Reichenhall: Auf historischen Spuren des weißen Goldes – die Gewinnung von Salz und Sole zieht sich bis heute durch die Geschichte der Alpenstadt Bad Reichenhall und ist an vielen Orten hautnah erlebbar. Ein salziges Highlight: die Alte Saline, die König Ludwig I. im Jahr 1837 zur Salzgewinnung erbauen ließ. Neben dem Salzmuseum birgt die Alte Saline ein unterirdisches, weit verzweigtes Netzwerk aus dunklen Stollen und Grotten, das im Rahmen einer Führung zum Teil auch Besucher:innen offen steht. Weniger salzhaltig, aber ebenso geschichtsträchtig: die Fahrt mit der Predigtstuhlbahn. Sie ist die älteste, original erhaltene Großkabinenbahn der Welt. 1928 erbaut, befördert sie ihre Fahrgäste noch heute in gemütlichen 8,5 Minuten auf den Gipfel des Predigtstuhls. Kunst und Kreativität – dafür steht die Bad Reichenhaller Kulturlandschaft. Die Bad Reichenhaller Philharmoniker, die renommierte Kunstakademie, Theater, Spielbank, Sportevents und mehr tragen zum geselligen Leben in der berühmten Kurstadt bei.

Mit einer Vielzahl an Wander- und Radwegen, beschaulichen Berg- und Badeseen, traumhaften Schneelandschaften im Winter und erholsamen Momenten in der Rupertustherme erweist sich Bad Reichenhall als einzigartiges Urlaubsziel zu jeder Jahreszeit.

 

Berchtesgaden: Mächtige Gipfel, romantische Seen und der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands – im Südosten Oberbayerns eröffnet sich mit der Region Berchtesgaden ein Paradies für Berg- und Naturliebhaber:innen. Der Watzmann gilt mit seinen 2.713 Metern Höhe und seiner markanten Form als mächtiges Wahrzeichen der Region und zieht seit jeher ambitionierte Alpinist:innen und naturbegeisterte Besucher:innen an. Ebenso sinnbildlich für die landschaftliche Einzigartigkeit Berchtesgadens steht der Königssee. Ein Erlebnis mit Gänsehautgarantie: die Schifffahrt über den See, vorbei an der berühmten „Echowand“. Auf etwa halber Fahrtstrecke zur Halbinsel St. Bartholomä spielt der Bootsführer auf Flügelhorn oder Trompete eine Melodie, die eindrucksvoll von der steilen Felswand zurückgeworfen wird. Lebendige Traditionen und Bräuche, sanfte Hügel und historische Orte erwarten Gäste wiederum im Norden der Region, im Rupertiwinkel.

 

Chiemsee-Alpenland: Von Wasserburg im Norden, am Inn entlang, bis hin zum Kaisergebirge an der österreichischen Grenze im Süden: Die Landschaft des Chiemsee-Alpenlands, geprägt von eiszeitlichen Gletschern, vereint imposante Gipfel, friedliche Täler, weite Wiesen und Wälder sowie zahlreiche Badeseen – darunter das „Bayerische Meer“, der Chiemsee mit seinen Inseln. In den vier Städten Rosenheim, Wasserburg am Inn, Bad Aibling und Kolbermoor treffen Tradition, Moderne, mittelalterlicher Charme und bayerische Lebensart aufeinander. Aktivurlauber erwarten rund 2.000 Kilometer Radwege, 1.500 Kilometer Wanderwege und Wintersportmöglichkeiten für einen Urlaub zu jeder Jahreszeit. Als Gesundheitsregion mit vier Kurorten und zwei Thermen sowie einer nachhaltigen Ausrichtung mit hervorragenden kulinarischen und regionalen Produkten eignet sich die Region ideal für einen Urlaub zum Abschalten und Genießen. Zudem hat sich im Chiemsee-Alpenland eine bayerische Wirtschaft und Biergartenkultur bewahren lassen, die Gästen traditionelle und andernorts modern interpretierte Gerichte serviert.

 

Chiemsee-Chiemgau: Die Region Chiemsee-Chiemgau zählt zu den beliebtesten Adressen für aktive und genussvolle Erlebnisse. Schon Leopold Mozart machte hier gern Halt – vor allem des Bieres wegen. Währenddessen komponierte sein Sohn, Wolfgang Amadeus Mozart, so manche Offertorien für das Kloster Seeon. Dort steht noch heute die Mozart-Orgel. Zahlreiche Schlösser, Klöster und Burgen – darunter die Burg Tittmoning, oder der „Salzachdom“ in Fridolfing – versprühen ihren majestätischen Charme in der Region. Neben der hohen Dichte an geschichtsträchtigen Bauwerken ist der Chiemgau vor allem als Wintersport-Eldorado bekannt. So sind das Skigebiet Winklmoosalm Steinplatte, die Max-Aicher-Arena in Inzell als eine der modernsten Eislaufstadien Europas oder die Chiemgau Arena in Ruhpolding beliebte Ziele für Pisten-, Eislauf- und Biathlon-Fans. Im Sommer lockt neben den Chiemgauer Alpen und dem Chiemsee auch das vielfältige Radwegenetz. Ob Bauernhof-Safari, Schmankerltour oder Archäologischer Rundweg – auf 20 ausgeschilderten Themenrouten lässt sich der Chiemgau in all seinen historischen, kulinarischen und landschaftlichen Facetten auf zwei Rädern erkunden.

 

Garmisch-Partenkirchen: Zwei Skigebiete, insgesamt über 60 Pistenkilometer, modernste Liftanlangen und urige Hütten – sobald sich in Garmisch-Partenkirchen der erste Schnee ankündigt, steigt die Vorfreude auf einen weiteren Winter voller traumhafter Pistentage. Als Austragungsort legendärer Sport-Events wie der Ski-WM 2011 oder dem alljährlichen Neujahrsskispringen, zählt Garmisch-Partenkirchen inmitten der Zugspitzregion zu Deutschlands bekanntesten Wintersportgebieten. Abseits von Schnee, Eis und Aprés Ski besticht die Gegend wiederum mit ihrem Reichtum an Natur- und Kulturschätzen. Darunter der türkisblaue Eibsee und die Partnachklamm: Von massiven Felswänden umgeben, rauschen hier gewaltige Wassermassen die Schlucht hinab. Das Königshaus am Schachen, die Lüftlmalereien an den Häuserfassaden, der Michael-Ende-Kurpark sowie das hochkarätige Hotel- und Gastro-Angebot sind weitere Aushängeschilder der Region.

 

Inn-Salzach: Rund vierzig Kilometer östlich von München bildet der beschauliche Ort Haag in Oberbayern das Tor zur Ferienregion Inn-Salzach. Was es hier zu entdecken gibt? Die weltlängste Burg in Burghausen, den bedeutenden Wallfahrts- und Pilgerort Altötting oder die traditionsreiche Handelsstadt Mühldorf am Inn in klassischer Inn-Salzach-Architektur. Einzigartige Flusslandschaften, kleine Handwerksbrauereien und schattige Biergärten garantieren jede Menge Abwechslung sowie kulinarische und landschaftliche Highlights. Wer sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad gerne auf lange Reisen begibt, findet hier außerdem den perfekten Ausgangspunkt: Sowohl der internationale Inn-Radweg als auch eine Etappe des Jakobwegs führen durch die Region.  

 

Pfaffenhofen an der Ilm: Highlights zu jeder Saison erwarten Gäste im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm im Norden Oberbayerns: Im Frühling ist die Gegend bekannt für ihr reiches Aufkommen an Spargel. Von August bis September liegt in den beeindruckenden Hopfengärten der Hallertau der herbe Duft des Hopfens in der Luft und macht Lust auf das, was daraus entsteht: frisches, regionales Bier. Im Herbst locken vielseitige Wildspezialitäten, während im Winter nahezu jeder Ort mit Christkindl- und Adventsmärkten auf die Weihnachtszeit einstimmt.

Mit der Hallertau, dem weltweit größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet, prägen Hopfen, Bier und Braukultur seit jeher Land und Leute in der Region. Spannendes Hintergrundwissen zur 1.000-jährigen Kulturgeschichte dieser einzigartigen Pflanze liefern das Deutsche Hopfenmuseum Wolnzach sowie das Hallertauer Hopfen- und Heimatmuseum. Natürlich darf auch der ein oder andere Geschmackstest nicht fehlen, zum Beispiel in einer der ältesten Brauereien der Welt, der Klosterbrauerei Scheyern. Doch weiß die Region nicht nur kulinarisch zu begeistern: Ausgiebige Spaziergänge und Wanderungen inmitten der grünen Hügellandschaft, Themen-Radtouren, erfrischende Badeseen, Reitanlagen und Golfplätze sorgen für aktive und genussvolle Momente im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

 

Erding: Die Therme Erding und das Erdinger Weißbier sind weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt, doch hat die Region noch wesentlich mehr zu bieten: Historische Altstädte wie die von Erding und Dorfen, idyllische Parkanlagen, mehr als 100 herrliche Kirchen, malerische Schlösser und eine besondere Vielfalt an Museen. Mit seinen weiten Ebenen im Westen und sanften Hügellandschaften im Osten bietet der Landkreis für jeden Anspruch und Geschmack die richtigen Wander-, Rad- und Thementouren. Auch ein Spaziergang durch Erding hat seinen Reiz: Folgt man dem „Goldenen Faden“, gelangt man zu bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Herzogstadt. In den Boden eingelassene Bronzeplatten führen vom Schönen Turm, über Widnmann-Palais, Brauhausviertel und Schrannenplatz bis zum Museum Erding im Antoniushaus. Ebenso haben Brauchtum und Tradition einen besonderen Stellenwert und sind Anlass für so manche ausgelassene Festivität – egal ob Faschingsumzug, Maibaumaufstellen oder Erdinger Herbstfest.

 

Neuburg-Schrobenhausen: Geschichte und Kultur verschmelzen hier mit einzigartiger regionaler Küche. Neuburg an der Donau ist zweifellos eine der schönsten Renaissancestädte nördlich der Alpen. Neben der malerischen Altstadt ist das majestätische Residenzschloss samt Schlosskapelle ein historischer Blickfang und ein nahezu komplett erhaltenes Bauwerk aus der Renaissance- und Barockzeit. Im Inneren des Schlosses finden Kunstliebhaber:innen außerdem die Flämische Barockgalerie. Noch mehr königliche Atmosphäre versprühen Wasserschloss Sandizell, das Jagdschloss Grünau sowie das Bertoldsheimer Schloss (Letzteres ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich). Die Stadtmauern der Lenbachstadt Schrobenhausen gehen auf das 15. Jahrhundert zurück. Die geschichtsträchtigen Denkmäler, Kirchen und vier Museen in Schrobenhausen sind einen Besuch wert. Darüber hinaus ist das Schrobenhausener Land das größte zusammenhängende Spargelanbaugebiet Bayerns. Von Mitte April bis Mitte Juni regiert hier der Spargel die Speisekarte. Natur pur versprechen in der Region das trockene Flusstal der Urdonau mit seinen bizarren Felsformationen, der idyllische Auwald, das Donaumoos – das größte Niedermoor Süddeutschlands – oder das Paartal, eine der letzten naturnahen Flusslandschaften Bayerns.

 

Pfaffenwinkel: Seinen Namen verdankt der Pfaffenwinkel seiner Vielzahl an Kirchen und Klöstern – mehr als 160 zählt die Region zwischen Loisach und Lech, darunter die Wieskirche, das einzige UNESCO Weltkulturerbe Oberbayerns. Auf drei Pilgerwegen lassen sich die vielen spirituellen Orte der Region zu Fuß erkunden. Wer die Gegend lieber auf dem Fahrradsattel erlebt, findet im Pfaffenwinkel eine Vielfalt an eindrucksvollen Touren. So widmet sich eine davon der expressionistischen Künstlerbewegung „Der Blaue Reiter“ und führt durch die Landschaft, die schon Franz Marc, Gabriele Münter und Wassily Kandinsky inspirierte. Besondere Momente versprechen außerdem die Osterseen als nationales Geotop am Südende des Starnberger Sees, die Ammerschlucht bei Peiting, die mittelalterliche Stadt Schongau, die Bilderbuchlandschaft des Auerberglands oder das Moorheilbad in Bad Bayersoien.

 

Dachau: Nur wenige Kilometer nordöstlich von München, zwischen Ilm und Amper, liegt der Landkreis Dachau mit seiner gleichnamigen Kreisstadt. Mit der KZ-Gedenkstätte gilt Dachau als einer der bedeutendsten Lern- und Erinnerungsorte Europas.  Rund 900.000 Menschen aus aller Welt kommen jährlich hierher, um ihr Wissen zu vertiefen und einem dunklen wie prägenden Teil europäischer Zeitgeschichte zu gedenken. Doch gibt es in Dachau noch weitaus mehr zu entdecken: So thront hoch über der historischen Altstadt das Schloss Dachau – einst beliebte Sommerresidenz der Wittelsbacher – samt prunkvollem Hofgarten und einmaligem Fernblick über München bis zur Alpenkette. Im 19. Jahrhundert wuchs Dachau außerdem zu einer der bekanntesten europäischen Künstlerkolonien heran. Die Kunst ist bis heute allgegenwärtig: So führt der sogenannte Künstlerweg zu überraschenden Aussichtspunkten und Orten in der Stadt, die einst Maler:innen wie Adolf Hölzel, Ludwig Dill und Paula Wimmer zu ihren Werken inspirierten. Die Wichtigsten davon sind in der Gemäldegalerie Dachau zu bestaunen. Mit den Amperauen zeigt sich der Landkreis wiederum von seiner ursprünglichen Seite: Schattige Auwälder, natürliche Pfade, das sanfte Rauschen der Amper als stetigen Begleiter – zahlreiche Wege inmitten schönster Natur laden zum Entdecken und Erholen ein.

 

Ebersberger Grünes Land: Die Region Ebersberger Grünes Land, südöstlich von München, macht ihrem Namen alle Ehre. Mit dem Ebersberger Forst, einem der größten Waldgebiete Deutschlands, zahlreichen Mooren und Bächen und idyllischen Einkehrmöglichkeiten erweist sich die Region als besonderes Erlebnis mitten im Grünen und als beliebtes Naherholungsgebiet für Münchnerinnen und Münchner, die dem städtischen Trubel für einen Moment entfliehen wollen. Gepflegte Golfplätze, mehrere Badeseen, ein weitläufiges Netz aus Rad- und Wanderwegen – darunter der Panoramaweg Isar-Inn sowie der Sempt-Mangfall-Radweg – runden das vielseitige Freizeitangebot in Ebersberg ab. Ein besonderes Highlight inmitten des Ebersberger Forsts: der 35 Meter hohe Aussichtsturm. Oben angekommen, zeigt sich bei gutem Wetter die Alpenkette in voller Pracht am Horizont.  

Historische Ortskerne mit bedeutenden Kirchen und Bauwerken laden in Ebersberg, Markt Schwaben oder Grafing zum Schlendern und Genießen ein. Im Wildpark Poing lassen sich wiederum zahlreiche europäische Wildtiere aus nächster Nähe bestaunen.

 

Freising: Historische Altstädte, abwechslungsreiche Landschaften durchzogen von den Flüssen Isar und Amper, das Hopfenland Hallertau sowie zahlreiche Rad- und Wanderwege machen die Region zu einem beliebten Ausflugsziel vor den Toren Münchens. Im Naturschutzgebiet Isarauen zeigen sich Natur und Isar von ihrer ursprünglichsten Seite – einzigartige Auwälder, breite Kiesbänke und eine seltene Tier- und Pflanzenwelt prägen die Region. Meist parallel zum Wasser, umgeben von hohen Bäumen, schlängelt sich der bekannte Isarradweg durch die Landschaft. Die Städte Freising und Moosburg begeistern wiederum mit ihrer Vielzahl an Kunst- und Kulturschätzen sowie ihren kirchlich-kulturellen Wahrzeichen: dem Mariendom in Freising und dem St. Kastulus Münster in Moosburg. Mit ihren vielen kleinen und großen Brauerein – darunter die weltweit älteste noch bestehende Brauerei, die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan – gilt die Region außerdem als Inbegriff für die bayerische Braukultur. Gleichzeit stellt die Technische Universität Weihenstephan in Freising als modernes Forschungszentrum für Brau- und Getränketechnologie die Weichen für die Zukunft von Bier und Brauereihandwerk. Doch ohne Hopfen, kein Bier: Die Region Freising gehört mit etwa einem Drittel ihrer Fläche zur Hallertau. Damit ist der Hopfen hier überall zu sehen und zu schmecken.

 

Fürstenfeldbruck:

Zwischen München und Augsburg liegt der Landkreis Fürstenfeldbruck samt der gleichnamigen Kreisstadt. Neben der Amper schlängeln sich zahlreiche Rad- und Wanderwege durch die grüne Hügellandschaft, wie etwa der Ammer-Amper-Radweg oder eine Etappe des bekannten Jakobswegs. Das kulturelle Herz der Stadt Fürstenfeldbruck schlägt im ehemaligen Klosterareal Fürstenfeld mit seiner prachtvollen barocken Kirche. Ebenso beherbergt das weitläufige Gelände zwei Restaurants mit gemütlichen Biergärten, ein Museum, ein Kunsthaus sowie das Veranstaltungsforum Fürstenfeld – eines der bedeutendsten Kulturzentren Bayerns, das Jahr für Jahr unzählige Besucher:innen vor die Bühne lockt. Doch auch auf einem Streifzug durch die Innenstadt sind Kultur, Geschichte und Architektur stete Begleiter – sei es beim Alten Rathaus, der Leonhardi-Kirche, der Amperbrücke oder den Künstlervillen. Zudem gibt es außerhalb der Stadt zahlreiche spannende Geschichten zu entdecken und wer will, kann sich im Jexhof auf eine kleine Zeitreise in das Leben auf einem Bauernhof vor rund hundert Jahren begeben. Der Willibald-Ritt, welcher in das nationale Verzeichnis Deutschlands für immaterielles Kulturerbe aufgenommen wurde, lockt jährlich rund 4.000 Besucher an. Der Ritt durch die Kirche ist dabei einmalig in Europa.

 

StarnbergAmmersee: Herzstück der Region StarnbergAmmersee sind ihre fünf Seen: An den Ufern von Starnberger See, Ammersee, Wörthsee, Pilsensee und Weßlinger See reihen sich malerische Naturschauplätze an historische Orte sowie vielfältige Kultur- und Freizeitangebote.

Auch König Ludwig II. und seine Großcousine Sisi, die spätere Kaiserin von Österreich, fühlten sich der Region stark verbunden und prägten diese mit zahlreichen Geschichten, Mythen und Bauwerken. Die Schlösserfahrt auf dem Starnberger See gewährt besondere Blicke auf die Ludwigsschlösser sowie das Schloss Possenhofen am Rande des Wassers. Ebenso lohnt sich ein Ausflug zu Votivkapelle und Gedenkkreuz, der Roseninsel oder dem Museum Kaisern Elisabeth. Doch auch abseits königlicher Spuren gibt es in der Region viel zu erleben, wie etwa die Wanderung durch die Maisinger Schlucht, der Abstecher zum Benediktinerkloster Andechs samt Biergarten und eigener Brauerei oder der Besuch in Gauting, in dem sich bis heute das Mühlrad von 1878 dreht.

 

Tölzer Land: Zwischen Isar und Loisach, vom Ostufer des Starnberger Sees bis zu Kochelsee, Walchensee und Sylvensteinsee – das Wasser zeigt sich im Tölzer Land in sämtlichen Facetten und vereint im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Erholung, Sport, Kultur und Tradition. Isar und Loisach stellten einst wichtige Handelswege dar. Bis ins 12. Jahrhundert transportierten mächtige Flöße Waren aus dem Isarwinkel bis weit die Donau hinab. Die Tradition der Flößerei wird in vereinzelten Orten entlang der Flüsse bis heute aufrechterhalten. Allerdings weniger zum Transport von Waren als vielmehr, um vergnügte Gruppen samt Bier und musikalischer Unterhaltung bis vor die Tore Münchens zu chauffieren.

Wasser und Berge bilden im Tölzer Land eine eingeschworene Einheit. Ob Herzogstand mit Zwei-Seen-Panorama, familienfreundlicher Blomberg oder imposante Benediktenwand – hier kommen kleine und große Gipfelstürmer:innen auf ihre Kosten. Dabei ist die Region bekannt für ihr heilsames Klima. 340 Kilometer markierte Wanderwege erschließen den „Heilklimapark Tölzer Land“ und umfassen erholsame Wanderungen, fordernde Bergtouren sowie Pilgerwege zum Kraft tanken und in sich gehen. Im Winter verwandelt sich das Brauneck in Lenggries mit 34 Pistenkilometern und 16 Hütten in ein Paradies für Wintersportler:innen. Darüber hinaus sind Kultur, Brauchtum und Geschichte vielerorts lebendig und charakteristisch für die Region – sei es durch die historische Altstadt von Bad Tölz, das Kloster Benediktbeuern oder die traditionelle Leonhardifahrt.

 

Überraschend nah, überraschend echt – Oberbayerns GeHEIMATorte

Um Oberbayern echt und authentisch zu erleben, braucht es keine langen Autofahrten. Besondere Plätze, die Oberbayerns einzigartigen Charakter widerspiegeln, finden sich in der ganzen Region. Weniger bekannt, dafür näher als gedacht und einfach mit den Öffentlichen zu erreichen, liefern die GeHEIMATorte Tipps und Inspiration für den nächsten Ausflug und oberbayerische Erlebnisse für jeden Geschmack. www.geheimatorte.de

 

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Von den imposanten Alpen im Süden bis hin zur tiefblauen Donau im Norden, von malerischen Orten, weltberühmten Schlössern und der bayerischen Bierkultur bis hin zu aufstrebenden Wirtschaftsstandorten und der Weltstadt München: Mit seiner Vielfalt zählt Oberbayern zu den bedeutendsten Urlaubsdestinationen Europas. Der Tourismus Oberbayern München e.V. mit Sitz in München ist die touristische Dachorganisation für Oberbayern und vertritt die Interessen seiner rund 70 Mitglieder – mit der gemeinsamen Mission: die Wertschöpfung, ebenso wie die Wertschätzung gegenüber der Tourismusregion Oberbayern nachhaltig zu stärken. www.oberbayern.de

 

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