

Eustachische Röhre
Die Eustachi-Röhre (Eustachische Röhre, Ohrtrompete, lat. Tuba auditiva Eustachii oder Tuba pharyngotympanica) ist eine bei Erwachsenen drei bis vier Zentimeter lange, paarige, röhrenartige Verbindung zwischen der Paukenhöhle im Mittelohr und dem Nasenrachen. Benannt wurde die Eustachische Röhre nach dem italienischen Anatomen Bartolomeo Eustachi.
Über diese Röhre kann mittels Schlucken oder Gähnen und der damit verbundenen rachseitigen Öffnung der Röhre ein Luftdruckausgleich stattfinden, so dass der Druck im Mittelohr dem des Nasen-Rachen-Raums und somit dem Außendruck angeglichen wird.
Valsalva-Manöver
Das Valsalva-Manöver nach Antonio Maria Valsalva ist ein medizinisches Verfahren zum Erhöhen des Luftdrucks in den Luftwegen durch Verschließen der Atemwege und Anspannung der Atemmuskulatur durch versuchtes Ausatmen.
Das Verfahren wird häufig zum Druckausgleich im Mittelohr angewendet, das es dabei über die Eustachi-Röhre zum Druckausgleich zwischen Nasen-Rachen-Raum und Mittelohr kommt. Bei intaktem Trommelfell wölbt sich dieses dabei nach außen, was mittels eines Ohrtrichters beobachtet werden kann.
Barotrauma
Unter einem Barotrauma wird eine gesundheitliche Störung verstanden, die durch Änderungen des Umgebungsdrucks und dessen Auswirkungen auf luft- oder gasgefüllte Hohlräume und deren Hüllen bei Lebewesen, wie zum Beispiel dem Menschen, verursacht wird.
Grundlegend für die Entstehung eines Barotraumas ist der physikalische Zusammenhang zwischen Druck und Volumen von Gasen oder Gasgemischen wie Luft. Gemäß dem physikalischen Boyle-Mariotte-Gesetz verhalten sich Druck und Volumen bei konstanter Temperatur umgekehrt proportional zueinander. Dies bedeutet, dass bei Druckanstieg das Volumen von Gasen oder Gasgemischen wie Luft sinkt und umgekehrt bei einer Druckminderung das Volumen von Gasen oder Gasgemischen wie Luft ansteigt.
Der Zusammenhang gilt auch für Hohlräume, die mit Gas oder Gasgemischen befüllt sind, wie beim Menschen beispielsweise Lunge, Nasennebenhöhle und Mittelohr.
Das häufigste Barotrauma überhaupt ist das Barotrauma des Mittelohres, auch Baro-Otitis oder Aero-Otitis genannt.
Bei Überdruck in der Umgebung muss zum Druckausgleich die Eustachi-Röhre aktiv entweder durch Schlucken oder Kauen geöffnet werden, was bei einem Unterdruck von 80 bis 90 mm Hg im Mittelohr nicht mehr möglich ist, allerdings mit einem Valsalva-Manöver noch gelingen kann.
Stadien des Barotraumas des Mittelohres nach Teed
• Rötung der Pars flaccida (Shrapnellsche Membran, Teil des Trommelfells)
• Rötung des ganzen Trommelfells
• Hämatom des Trommelfells
• Hämatotympanon (Blutansammlung in der Paukenhöhle, wobei das Trommelfell noch intakt ist, aber durch das dahinter befindliche Blut bläulich erscheint)
• Ruptur des Trommelfells
Druckdifferenzen beim Fliegen
Am Boden entspricht der Druck im Flugzeug dem bei Normalnull, 1013,25 Hektopascal (hPa) oder Millibar (mbar). Beim Steigflug reduziert sich der Kabinendruck um ungefähr 18,3 hPa pro Minute.
Bei einer Reiseflughöhe von 10.000 Metern entspricht der Kabinendruck dank Klimatechnik einem empfundenen Atmosphärendruck bei einer Höhe von 2.500 Metern.
Im Rahmen des Landeanflugs wird der Kabinendruck wieder dem normalen Atmosphärendruck angepasst und sinkt mit durchschnittlich 11 hPa pro Minute. Je nach Flugzeug-Konstruktion können sich die Druckunterschiede schneller oder langsamer aufbauen. So besteht beispielsweise bei einer Boeing 737 ein höheres Risiko für ein Barotrauma als bei anderen Flugzeugtypen. Von der Boeing 737 sind über 6.100 Maschinen im Einsatz (Stand 2009) und statistisch gesehen startete 2005 ein Flugzeug diesen Typs alle sechs Sekunden. Bade-Otitis
Als „Bade-Otitis“ oder auch „Schwimmbad-Otitis“ wird eine schmerzhafte Entzündung des äußeren Gehörgangs bezeichnet, die während der Badesaison gehäuft auftritt. Ursache sind Keime – meist Bakterien – die mit dem Badewasser ins Ohr gelangen und sich im feuchtwarmen Milieu rasch vermehren. Über die aufgeweichte Haut des Gehörgangs dringen diese Krankheitskeime in tiefere Hautschichten vor und lösen dort eine Entzündung aus. Häufige Symptome einer Bade-Otitis sind Schmerzen und Druckgefühl im Ohr, Ausfluss und Juckreiz sowie eine eventuelle Hörminderung durch das Anschwellen des Gehörgangs.
Eine Bade-Otitis kann spontan abklingen, bedarf aber oft auch einer Behandlung mit Lokalantibiotika. In ungünstigen Fällen kann eine Keimverschleppung auch zu einer schmerzhaften Mittelohrentzündung führen, die fast immer eine antibiotische Therapie nötig macht.
Cirrus Healthcare ist einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialohrstöpseln. Zum Sortiment, das in Deutschland über die Kyberg Pharma Vertriebs-GmbH gehandelt wird, zählen EarPlanes®, patentierte Ohrenstöpsel gegen Ohrenschmerzen auf Flugreisen, sowie BioEars®, antimikrobielle Silikonohrstöpsel zum Schutz vor Lärm, Wind und Wasser, und ClearEars®, Schaumstoffohrstöpsel zum Entfernen von tief sitzendem Wasser aus den Ohren. EarPlanes im Internet: www.earplanes.de, ClearEars® im Internet: www.clearears.de
Weitere Presseinformationen bei:Sabine SchmidbergerCOMEO Public Relations Hofmannstr. 7A, 81379 MünchenTel: +49 (089) 74 888 2-36E-Mail: schmidberger@comeo.de www.comeo.de/clearears