04.10.11

Engagement für Nachhaltigkeit zeigt positive Ergebnisse

 

Alpine Pearls zeigt, dass umweltschonender Alpentourismus immer mehr Aufmerksamkeit genießt und auch bei

Gästen zunehmend Entscheidungsmotiv bei der Urlaubswahl ist – Dr. Peter Brandauer, Präsident der Alpine Pearls und Bürgermeister von Werfenweng, skizziert das überaus erfolgreiche Tourismuskonzept der Alpine Pearls.

Dr. Peter Brandauer, Präsident der Alpine Pearls und Bürgermeister von Werfenweng im E-Fahrzeug.

 

München/Werfenweng, 4. Oktober 2011 (jt) – Urlauber schätzen Umweltschutz. Dass sich ökologisches Handeln und Tourismus durchaus erfolgreich verbinden lassen, beweist Alpine Pearls, der Verein für nachhaltiges Reisen im Alpenraum. Seit mehr als fünf Jahren machen sich die nunmehr 24 Mitgliedsorte in sechs Ländern dafür stark, bei Reisen auf das Auto zu verzichten und lieber auf sanft-mobile Weise, umweltfreundlich die Alpen zu erkunden. Das Engagement zeichnet sich aus: Immer mehr alpine Ferienorte interessieren sich für das Erfolgskonzept der Alpine Pearls, denn ihre Gäste verlangen sensiblen Umgang mit der Natur. Die Mitgliederzahl der Alpine Pearls wächst kontinuierlich.

 

In einem Interview skizziert Dr. Peter Brandauer,  Präsident der Alpine Pearls und Bürgermeister der Gemeinde Werfenweg (Österreich), Chancen und Nutzen von umweltfreundlichem Urlaub im Alpenraum:

 

Wie hat sich das Thema alpiner Umweltschutz in den vergangenen Jahren verändert?
Dr. Peter Brandauer: „Alpiner Umweltschutz  hat enorm an Bedeutung gewonnen. Vielen Menschen ist es mittlerweile bewusst geworden, dass wir auf unseren Lebensraum schauen müssen. Vor allem durch Verkehr werden die Alpen stark belastet und verlieren so an Attraktivität sowohl bei den Einwohnern als auch bei den zahlreichen Urlaubsgästen. So ist es mittlerweile für viele wichtig geworden, die Umweltbelastung zu verringern und speziell im Verkehr auch umweltverträgliche Mobilität zu forcieren“.
 
Welche Erwartungen oder Ansprüche stellen die Gäste? Haben sich die Bedürfnisse verändert?
Dr. Peter Brandauer: „Speziell bei uns in Werfenweng, wo wir doch schon seit mehr als zehn Jahren „Sanfte Mobilität“ in den Mittelpunkt gerückt haben, sehen wir deutlich, dass sich die Erwartungshaltungen der Urlaubsgäste, die speziell wegen „SAMO“ (= Sanfte Mobilität) gekommen sind, geändert haben. So wünschen sich diese Gäste Bereiche, die wirklich frei sind von Autoverkehr. Selbst parkende Autos werden schon als störend empfunden. Dazu wird aber auch gleichzeitig Mobilitätsgarantie verlangt. Niemand will im Urlaub auf Mobilität verzichten und so ist es für uns wichtig, umweltverträgliche Mobilität zu allen Zielen, die unsere Urlaubsgäste erreichen wollen, anzubieten. Das sind Shuttlebusangebote genauso wie individuelle Mobilität mit Elektrofahrzeugen. Es kann aber auch einmal die Pferdekutsche sein, es gibt ja viele Möglichkeiten der sanften Mobilität“.

 

Werden umweltfreundliche Urlaubsangebote von den Gästen nachgefragt?  Wie reagieren die Alpinen Perlen auf die gestiegene Nachfrage nach sanfter Mobilität?
Dr. Peter Brandauer: „Ja, es werden umweltfreundliche Urlaubsangebote zunehmend nachgefragt. Zwei Aspekte sind hier aber besonders wichtig: Erstens darf umweltfreundlicher Urlaub nicht mit Verzicht verbunden werden. Wir sagen zu unseren Gästen nie, „du darfst nicht“ oder „du musst“, nein, wir laden die Gäste ein, mit dabei zu sein und sanfte Mobilität ganz bewusst zu nutzen und zu genießen und verbinden dies mit attraktiven Vorteilen. Und das funktioniert.

 

Zweitens müssen umweltverträgliche Urlaubsangebote einfach auch Spaß machen. Einmal ein E-Fahrzeug zu testen, mit der Pferdekutsche durch die Natur zu gleiten oder auch einmal nur spazieren zu gehen, das alles bringt auch Urlaubsfreude.

 

Die Mitgliedsorte der Alpine Pearls haben spezielle Urlaubsangebote entwickelt, die umweltverträgliche Mobilität bereits zum Inhalt haben, und zwar sowohl bei der An- und Abreise als auch bei der gewünschten Mobilität während des Urlaubs vor Ort. Wichtig ist uns, dass die Maßnahmen für umweltverträgliche Mobilität nicht nur Alibihandlungen sind, um einfach auch dabei zu sein, sondern dass sie tiefer gehen und auch überprüfbar sind.

 

Widersprechen sich engagierter Umweltschutz und Skitourismus nicht?
Dr. Peter Brandauer: „Im ersten Hinsehen mag es so sein. Grundsätzlich ist für uns aber wichtig, nicht nur im Bezug auf die Mobilität, sondern auch in der Gesamtbetrachtung umweltbewusst zu denken und zu agieren. Viele alpine Tourismusorte leben vom Wintertourismus und hier insbesondere vom Angebot im alpinen Skifahren. Aber auch hier hat es in den letzten Jahren ein Umdenken gegeben. So wird beim Pistenbau möglichst schonend mit der Natur umgegangen. Bei der Erzeugung von Schnee – die ist leider aufgrund der Klimaveränderung auch in höheren Skigebieten notwendig geworden – wird Wert darauf gelegt, dass hier energiesparende Maschinen eingesetzt werden. Die neuesten Schneeerzeugungsmaschinen brauchen etwa nur mehr ein Zehntel der Energie, als Maschinen vor zehn Jahren.
Wichtig ist auch die Entwicklung zusätzlicher Winterangebote, die die Orte nicht mehr so einseitig vom alpinen Skilauf abhängig machen, wie z.B. der Langlauf, das Rodeln oder das Winterspazieren. Hier sollen in den Alpine Pearls-Orten auch ganz bewusst umweltverträgliche Angebote als bewusste Alternative zum alpinen Skilauf mehr und mehr in den Vordergrund rücken und so auch einen Veränderungsprozess verursachen.

 

Wie sieht die Zukunft der Alpine Pearls aus?
Dr. Peter Brandauer: „Alpine Pearls wird noch weitere Mitglieder bekommen, so werden voraussichtlich auch bei der kommenden Mitgliederversammlung Anfang Oktober in Arosa weitere drei Orte aus Italien als neue Mitglieder aufgenommen. Wir sind interessant geworden für Orte, die es mit einem umweltbewussten Denken und Handeln ernst meinen. Interesse für eine Mitgliedschaft gibt es auch aus Frankreich, der Schweiz und Österreich. Alpine Pearls soll aber nicht unendlich wachsen, eindeutig steht Qualität vor Quantität. 

 

Alpine Pearls – ein Qualitätsversprechen für verantwortungsvolles Reisen im Alpenraum

Alpine Pearls fördert die alpine Kultur, die Traditionen und die Kochkunst. Die Perlen setzen sich ein für die Bewahrung der regionaltypischen, ästhetischen Ortsbilder mit alpinem Charakter. Zu den Hauptaufgaben des Vereins zählen die fortlaufende Überprüfung der Kriterieneinhaltung, ein permanenter Erfahrungsaustausch über Staatsgrenzen hinaus und die Organisation eines wirksamen Marktauftrittes. Bestehende Einzelprojekte zur Förderung von nachhaltigem Tourismus und umweltfreundlicher Mobilität, dem touristischen Zukunftsthema schlechthin, werden effizient gebündelt und weiter entwickelt. Im europäischen Alpenraum entsteht eine Gruppe attraktiver Urlaubsorte  – zum Vorteil des Gastes, der sich auf die Einhaltung klar definierter Mindestkriterien verlassen kann. Die Mitglieder profitieren wiederum davon, als starke Marke für nachhaltigen Tourismus auftreten zu können. Durch intensiven Erfahrungsaustausch wird die Produktqualität verbessert. Von großer Bedeutung ist auch der Erfahrungsaustausch bei der örtlichen Verkehrsplanung, bei Fragen der Anreiselogistik und der Entwicklung von Urlaubspauschalen mit umweltverträglichen Verkehrslösungen.

 

Ausgezeichnet für eine vorbildhafte Initiative
Alpine Pearls hat viele hohe Auszeichnungen für die internationale Kooperation erhalten, z.B:
* Climate Star 2007, Klimabündnis
* T.A.I. WerbeGrandPrix 2008, Tourist Austria International, A
* VCD: CSR-Mobilitätspreis 2008, D
* VCÖ: Mobilitätspreis Salzburg, 2007 und 2008, A
* Energy Globe Award Salzburg 2008
* Ecotrophea – Umweltpreis des Deutschen Reiseverbandes DRV 2008
* 2. Platz beim Travel One-Nachhaltigkeitspreis 2010
* Das World Travel & Tourism Council (WTTC) zeichnete im Mai 2011 Alpine Pearls mit dem 1. Platz beim Tourism for Tomorrow Award aus.


24 Perlen in sechs Alpenländern
Alpine Pearls ist das Qualitätssiegel für die Sanfte Mobilität im Alpenraum. 24 Alpine Perlen aus sechs Alpenländern bieten Urlaubsfreuden ohne Auto bei voller Mobilitätsgarantie vor Ort. Das World Travel & Tourism Council (WTTC) zeichnete im Mai 2011 Alpine Pearls mit dem 1. Platz beim Tourism for Tomorrow Award aus.

 

Informationen sowie weiterführende Links zu den einzelnen Perlen unter
www.alpine-pearls.com

 

Pressemitteilung als Download

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Fotos stehen Ihnen zum Download zur Verfügung. Das Copyright liegt entweder bei dem in der Bildunterschrift genannten Fotografen oder bei unserem Kunden. Der Abdruck ist honorarfrei. Weitere Fotos erhalten Sie gerne unter pr[at]comeo.de.
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Kontakt:
Management Alpine Pearls | Karmen Mentil
Weng 138 | A-5453 Werfenweng | Mail: info@alpine-pearls.com
Tel: +43 6466 20020

 

Kontakt Medien:
Jutta Tempel | PR Alpine Pearls | tempel@comeo.de|
c/o COMEO Werbung, PR, Event Hofmannstr. 7A, D-81379 München 
Tel: +49 (089) 74 888 2-20, www.comeo.de
 

 


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